Verfasst von: Daniel Gallasch | 27. März 2010

FDP steht zum Leutkircher Krankenhaus

Die Leutkircher Liberalen haben sich mit dem am letzten Donnerstag im Kreistag vorgestellten Eckpunktepapier zur Zukunft der Oberschwabenkliniken befasst. Die Anwesenden waren stark besorgt um das Fortbestehen des Krankenhauses, heißt es in einer Presseerklärung der FDP.

Ralf Sauer erklärte hierzu: „Leutkirch benötigt ein leistungsfähiges Krankenhaus der Grundversorgung. Wenn die Krankenhäuser Leutkirch und Isny geschlossen werden, haben die Menschen in der gesamten Ostflanke des Landkreises kein wohnortnahes Krankenhaus mehr.“ Eine solche Entscheidung würde aber an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeigehen. Zudem seien Entfernungen von über 30 Kilometern, gerade auch für ältere Menschen, kaum zumutbar. Dass ein Notarztstandort ohne regulären Krankenhausbetrieb rund um die Uhr mit qualifiziertem Personal besetzt werden könne, wurde von den Anwesenden ebenfalls bezweifelt.

„Die FDP Kreistagsfraktion steht geschlossen an der Seite des Leutkircher Krankenhauses“, versicherte Daniel Gallasch, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag. Man sei sich in der Fraktion einig, dass die OSK ihre Zahlen verbessern müsse, um sicherzustellen, dass das Krankenhauswesen des Kreises auch in Zukunft auf soliden Füßen stehe und finanzierbar bleibe. Jedoch sei dies auch ohne die Schließung von Krankenhäusern möglich. Zudem bestehe in der Fraktion noch Klärungsbedarf zu den im Kreistag vorgelegen Zahlen und Modellen. In den im Kreistag vorgestellten Modellen müssten weitere betriebswirtschaftliche Faktoren wie Abschreibungen, die auf Grund der in den vergangenen Jahren investierten 23 Millionen Euro entstehen, wie auch bei einer Schließung entstehende Rückzahlungsverpflichtungen von Fördergeldern gegenüber dem Land berücksichtigt werden. Wenn diese Zahlen in die Modelle integriert würden, sei absehbar, dass die Lage deutlich anders ist. „Und genau deshalb wäre die Schließung des Leutkircher Krankenhauses auch betriebswirtschaftlich falsch“, so Gallasch weiter. „Die OSK hat als öffentliches Unternehmen zudem einen Auftrag in der Daseinsvorsorge für die Menschen und dazu gehört es auch, dass eine Grundversorgung im Krankenhauswesen wohnortnah gewährleistet wird und genau hierzu steht unsere Fraktion.“


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